Aus der Ruhlaer Kirchengeschichte

1253 Gründung des Wilhelmiterklosters Weißenborn (heutige evg. Pfarrkirche im Ortsteil Thal war die Klosterkirche).
Das Kloster Weißenborn war die Mutterkirche des Erbstromtals. Hierher kamen die Bauern von Thal und Farnroda, Mosbach und Wutha, Seebach und wohl auch von Ruhla. Hier gingen sie zur Kirche, ließen ihre Kinder taufen und ihre Ehen einsegnen.
1506 In einem Register über das kirchliche und soziale Leben im Herzogtum Gotha wird Ruhla der Präpositur Erfurt, St. Severi, zugezählt - mit einer Kirche oder Kapelle und einem Pfarrer.
Die erste katholische Kirche (Baujahr unbekannt) stand oberhalb der jetzigen Trinitatis-Kirche "am Walde". Den Gottesdienst hielt vermutlich ein Mönch aus dem Kloster Weißenborn.
1517 Beginn der Reformation.
1536 Aufhebung des Klosters Weißenborn.
Der letzte Prior, Heinrich Zimmermann, nahm die lutherische Lehre an und wurde erster evangelischer Pfarrer von Weißenborn.
1601 Bau der Vorgängerin der St. Trinitatis-Kirche.
1640 Die Landesteilung durch Johann von Weimar führt zu den beiden "Staaten" Herzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach und Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha. Die Grenze verlief durch Ruhla und teilte den Ort in eine eisenachische und gothaische Hälfte.
1661 Die Auswirkungen der Landesteilung und der damit verbundenen Teilung Ruhlas führen zu einem eigenen Kirchenbau auf der eisenacher Seite: die St. Concordia-Kirche.
1682 Baubeginn der St. Trinitatis-Kirche.
Sie entstand an der Stelle der älteren Kirche, die zu klein und auch baufällig geworden war.
1686 Einweihung der St. Trinitatis-Kirche.
1929 Erster katholischer Gottesdienst nach der Reformation, Ruhla ist eine Außenstationen der Pfarrgemeinde Eisenach.
1934 Heiligsprechung des Pfarrpatrons Konrad von Parzham.
1933-1935 Verstärkter Zuzug von katholischen Christen. Der provisorische Gottesdienstraum wurde zu klein. Der Wunsch nach einem größeren und eigenem Gotteshaus wächst.
1936 Kauf des Grundstücks und Beginn des Kirchenbaus in der Wiesenstraße.
29. März 1937 Einweihung der St. Konrad Kirche
September 1937 Einweihung der St. Konrad Statue, die nach einem Original - im Museum zu Altötting - geschaffen wurde.
1946 Durch die Vertriebenen ist die Gemeinde in wenigen Monaten von 200 auf 1300 Christen angewachsen.
1948 Die Außenstation Ruhla - Thal - Heiligenstein wird Seelsorgestelle mit einem eigenen Seelsorger. Erste Spendung der Firmung nach der Reformation in der ev. St. Concordia-Kirche durch Bischof Adolf Bolte aus Fulda.
1949 Erste Fronleichnamsprozession in Ruhla.
1965 Der Chorraum der Kirche wird nach den Richtlinien des 2. Vatikanischen Konzils neu gestaltet.
27. März 1966 Weihe des neuen Altares durch Bischof Hugo Aufderbeck.
1968 Die bisherige Seelsorgestelle Ruhla wird zur selbstständigen Kirchgemeinde (Pfarrkuratie) erhoben. Zur Pfarrkuratie gehören die Orte Thal, Farnroda, Kittelsthal, Mosbach, Seebach und Wutha.
1973 Die ersten Diakonatshelfer beginnen ihren Dienst in der Pfarrei.
1980ger Jahre Erwachsene aus der Gemeinde tragen die Vorbereitung auf die Erstkommunion und Firmung mit. In den Orten Schönau, Wutha, Thal und Seebach gewähren uns die evangelischen Gemeinden in ihren Kirchen und Gemeinderäumen Gastfreundschaft. Gelegentlich finden wir uns als katholische und evangelische Gemeinden zusammen: zu einem Gottesdienst, zum Jugendkreuzweg, zur Martinifeier.
Juni bis Oktober 1986 Komplettsanierung der Kirche.
29. März 1987 Das 50jährige Kirchweihfest wird mit einer Festwoche begangen.
1996 Neubau des Pfarrhauses auf dem Kirchengelände.
21. April 1997 60jähriges Kirchweihjubiläum.
2001 Ab Juli bildet die Pfarrgemeinde Ruhla mit den Pfarreien Eisenach und Gerstungen einen Pfarrverband, der einen gemeinsamen Pfarrer mit Wohnsitz in Eisenach hat.
Der Religionsunterricht sowie die Vorbereitung auf die Erstkommunion und Firmung werden aufgrund geringer werdender Kinderzahlen nach Eisenach verlegt.
2003 In Gerstungen findet zum ersten Mal für alle drei Gemeinden des Pfarrverbandes eine gemeinsame Fronleichnamsfeier und -prozession statt.