Neue Elisabeth-Figur

Feierliche Einweihung

Unsere neue Elisabeth-Figur ist inzwischen fertiggestellt und wurde an dem dafür vorbereiteten Platz seitlich des Eingangs der St.-Elisabeth-Kirche aufgestellt.

Am 16. Novembe 2013 wurde die Figur während eines festlichen Gottesdienstes in Anwesenheit des Künstlers Markus Gläser, vieler Sponsoren und Gäste feierlich durch Bischof em. Dr. Joachim Wanke eingeweiht.

Gedanken zur Elisabeth-Figur von Bischof em. Wanke

Vor einigen Jahren berichtete die Presse von einem besonderen Ereignis. Ein Ort in den Schweizer Alpen, tief in einem Alpental einbettet, von hohen Bergen umgeben, litt in den Wintermonaten unter mangelndem direkten Sonnenlicht. Die Stadtväter entschlossen sich zu einer außergewöhnlichen Maßnahme, die Abhilfe versprach. Mit Hilfe moderner Ingenieurskunst wurden auf den Höhen der umgebenden Berghänge große Spiegel installiert, die das Sonnenlicht in die finstere Talenge hinableiten und sie so ein wenig besser ausleuchten sollten.  Auf diese Weise wollte man der Dunkelheit in der winterlichen Zeit wehren und durch die Lichteinstrahlung die Gemütslage der dort lebenden Menschen aufbessern.

Ob es geholfen hat? Ich habe später nichts mehr von diesem Vorhaben gehört. Aber der Gedanke ist naheliegend: In lang anhaltender Dunkelheit und Finsternis kann kein Mensch auf Dauer frohen Gemüts bleiben. Wir brauchen für ein gedeihliches Leben das Licht der Sonne ebenso wie die Luft zum Atmen.

Die Elisabethfigur des Künstlers Markus Gläser war offensichtlich von einer damit verwandten Grundidee bewegt, als er die Gestalt der Hl. Elisabeth vor einer hinter ihr sich von der Wartburg herkommenden Treppe darstellte. Diese Heilige kommt aus einer vom Licht Gottes erfüllten Welt herab zu den Menschen. Sie bringt ein Stück Himmel Gottes in das Dunkel dieser Welt, konkret in das ihr anvertraute Land Thüringen und zu den durch Hunger, Krankheiten und Elend geplagten Menschen ihrer Zeit. Sie verkörpert eine Barmherzigkeit und ein Erbarmen, dass am Handeln Gottes selbst Maß nimmt.

In gewissem Sinne sind alle Heiligenbiographien „Lichtglanz von oben“. Sie durchbrechen, je auf ihre Weise, die gewohnten und erwartbaren Erfahrungen, wie man sie eben in jeder, von Ichsucht und Nutzdenken geprägten Gesellschaft zu gewärtigen hat. Die Heiligen nehmen etwas durch ihr Handeln und ihr Anderssein vorweg von der Welt Gottes, wie sie Jesus in den Seligpreisungen seiner Bergpredigt uns vor Augen stell: eine Welt der Barmherzigkeit,  des Erbarmens, der Friedens- und Versöhnungsbereitschaft, die unsere gewohnte Verhaltensmuster durchbricht.

Elisabeths „Leuchtkraft“ ist bis in unsere Tage hinein nicht erloschen.  Die Elisabethfigur des Künstlers vor der Eisenacher Kirche erinnert uns daran.

+ Joachim Wanke

Bischof emeritus von Erfurt

125 Jahre Kirchweihe

Im September 2013 begeht unsere katholische Pfarrgemeinde St. Elisabeth das 125jährige Kirchweihfest ihrer St. Elisabeth-Kirche, die 1888 nach dem Vorbild der Marburger Elisabeth-Kirche erbaut wurde.
Dieses Jubiläum wollen wir als Pfarrgemeinde zum Anlass nehmen, eine Elisabethplastik in der Nähe unserer Kirche aufzustellen. Sie soll ihren Platz zwischen der Kirche und dem Gemeindehaus finden, um dort die Pilger und Besucher der Stadt zum Hinsehen einzuladen.
Dieses Hinsehen soll mehr als nur ein Rückblick sein auf eine Heilige einer vergangenen Zeit. Sie soll uns und unsere Zeitgenossen bewegen. Sie soll uns bewegen ebenfalls die Nähe zu den Armen und Kranken zu suchen. Es ist das Beispiel Jesu, dass die Hl. Elisabeth selber bewegt hatte.


Die Aufstellung dieser Plastik ist natürlich mit Kosten verbunden.

 

Bankverbindung
Bank    Wartburg-Sparkasse
BLZ    840 550 50
Konto    12 00 88 77
Kennwort    Elisabethfigur Eisenach

Sie könnten mithelfen
und so diese Elisabeth
zu Ihrer Elisabeth werden lassen.

 

Spendenmeter

Der Entwurf

tl_files/St_Elisabeth/images/Specials/Elisabethfigur/Elisabethfigur_gross.jpgAuf einer langen und steilen Treppe steigt Elisabeth von dem Burgberg der Wartburg hinab in das Tal zu den Menschen, den Armen und Kranken. Die Treppe ist gestaltet wie ein sich nach oben verjüngender verwachsener Baum.

Oben wird klein die Wartburg dargestellt. Die Treppe/Stufen schlängeln sich unregelmäßig und gewunden nach unten. Ein Torbogen überspannt die Stufen und stellt eine Grenze dar, die Elisabeth überschreitet.

Elisabeth steht nicht, sondern ist in Bewegung dem Betrachter zugewandt. Sie lächelt/strahlt. Sie hat die Gewänder gerafft und steigt barfuß herab. Mit beiden Händen bringt sie ihre Gaben.

An den Rändern der Treppe/Stufen sind Felsen, Pflanzen, Rosen und zahlreiche Tiere und andere Details dargestellt. Auch ein Bittender/Bettler wird gezeigt.
Figuren und Details laden zum Betrachten, Entdecken und Anfassen ein. Die Darstellung soll insgesamt heiter und lebhaft sein.

Kleine Tiere und Fossilien führen von der Gestaltung an unterschiedlichsten Punkten durchs Kirchengelände.

Quelle: Diplombildhauer/Restaurator Markus Gläser, Leipzig